Interview mit Sophie Seiwald

Sophie Seiwald
In welchen Bereichen haben Sie als Trainee gearbeitet?
Während meiner Traineezeit habe ich innerhalb von 12 Monaten in drei verschiedenen Bereichen gearbeitet. Gestartet bin ich in meinem damals schon feststehenden „Zielbereich“ innerhalb der IT der Mercedes-Benz Car Group in Sindelfingen, dort im Speziellen in der Abteilung Logistiksysteme und Presswerke. Im Rahmen meiner „Zielstelle“ am Ende des Programms sollte ich das Thema Materialplanung und Beschaffung für die Internationalen Produktionswerke verantworten. Deshalb bin ich für meinen zweiten Projekteinsatz nach Tuscaloosa, USA geflogen, um dort den Einkauf kennenzulernen. Meinen letzten Einsatz hatte ich in der Logistik in Fuzhou, China absolviert, wo Mercedes-Benz gerade ein neues Werk für VANs aufbaut.
Welches war Ihr schönstes Trainee-Erlebnis?
Bisweilen waren das meine Auslandsaufenthalte in den USA und China. Vor Ort waren wir immer ca. 6-7 Trainees, mit denen ich nach wie vor engen Kontakt habe und mich regelmäßig - auch außerhalb der Arbeitszeit – treffe.
Würden Sie sich wieder für das Trainee-Programm entscheiden und wenn ja, warum?
Ich bin froh, mich für das Trainee-Programm entschieden zu haben, denn dadurch hatte ich gegenüber dem Direkteinstieg die Chance, das Unternehmen von mehreren Perspektiven kennenzulernen. Da ich als sogenannter „Early Professional“ eingestiegen bin, hatte ich anfangs Bedenken, dass ich an Aufgabenkomplexität und Verantwortung verliere, aber das hat sich überhaupt nicht bestätigt. Vor allem hatte ich den Eindruck, dass die Bereiche, in denen ich meine Projekteinsätze absolviert habe, von der Arbeitsqualität der Trainees überzeugt sind.
Inwieweit hat die Trainee-Zeit Sie auf Ihre jetzige Position vorbereitet?
In meinem ersten Projekteinsatz wurden mir die Basics für meine zukünftige Rolle in der IT vermittelt - also Projektmanagementmethoden, Betriebsprozesse, IT-Strategie usw. Die anderen beiden Projekteinsätze waren so aufgesetzt, dass ich die Fachprozesse zum Teil eigenständig durchführte, die ich in meiner IT - Zielstelle –systemseitig- später selbst verantwortete. Das ist natürlich praktisch, wenn man den Prozess kennt und ggf. auch gleich Verbesserungsvorschläge einbringen kann. Da ich vor allem mit den Auslandsstandorten zusammenarbeite, hatte ich anfangs das Problem, viele Leute nur vom Telefon zu kennen. Es macht meinen Arbeitsalltag um vieles leichter, bei zwei meiner zu betreuenden Werke vor Ort gewesen zu sein und alle Kollegen, mit denen ich Tag für Tag zusammenarbeite, persönlich kennen gelernt zu haben.
Wo arbeiten Sie heute, und was gefällt Ihnen daran?
Ich arbeite jetzt seit September 2009 auf meiner Zielstelle - Information Technology Mercedes-Benz Car Group, Logistiksysteme & Presswerke - und dort betreuen meine Kollegen und ich die internationalen Standorte. Vor allem gefällt mir die Internationalität meiner Stelle, denn mit den Auslandswerken zusammen zu arbeiten war schon immer ein Wunsch von mir.
Was mir auch noch sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass innerhalb des Projektteams und der Abteilung sehr erfahrene und kompetente Kollegen tätig sind, von denen ich jeden Tag wieder etwas lerne.
Wenn man wie ich viel Leidenschaft für das Auto mitbringt, ist es aber immer noch am Schönsten, ein Auto vom Band rollen zu sehen und zu wissen, dass auch ich meinen Beitrag dazu geleistet habe!