Management Start Up - Global Logistics & Global Procurement
Interview mit Susanne H., Roche Diagnostics GmbH
Wieviele Stationen durchlaufen Sie als Trainee bei Ihrem Unternehmen?
Im Rahmen des zweijähigen Traineeprogramms durchlaufe ich in der globalen Logistik und im globalen Einkauf sechs bis acht Stationen, wobei mindestens eine davon im Ausland ist. In jeder Station bearbeite ich in einem Zeitraum von zwei bis vier Monaten selbständig ein eigenes Projekt und präsentiere anschließend die Projektergebnisse vor der Leitungsrunde der Logistik. D.h. ich übernehme von Beginn an Verantwortung und schaue nicht nur erfahrenen Kollegen über die Schulter. Vielmehr werden oft Prozessanalysen oder strategische Themen an die Trainees adressiert. Der große Vorteil ist, dass ich auf diese Weise in kürzester Zeit einen guten Überblick über den Einkauf und das Logistikzentrum von Roche Diagnostics gewinne. Ein großes Erfolgserlebnis ist es natürlich, wenn die erarbeiteten Optimierungsvorschläge umgesetzt werden.
Abgesehen von meinen Projekten in der Logistik übernehme ich außerdem ein bereichsübergreifendes Projekt zusammen mit drei bis vier anderen Trainees. So haben wir innerhalb von vier Monaten parallel zu unserem Tagesgeschäft ein Konzept erarbeitet, wie das Personalmarketing für unsere Vertriebsgesellschaft von Roche zielgruppengerechter auftreten kann. Jetzt sind wir gespannt auf das Feedback des Entscheidungsgremiums.
Welches sind Ihre wesentlichen Aufgaben als Trainee?
Die Erwartungen an einen Trainee sind, dass er eigenverantwortlich Projekte übernimmt und diese zu einem Ergebnis führt. Ich bearbeite Projekte oder sogenannte Assignments in der Logistik. Andere Traineekollegen erhalten ähnliche Aufgaben in ihren Einsatzbereichen - beispielsweise im Vertrieb, in der Entwicklung oder im Projektmanagement.
Weiterhin gehört es zu meiner Aufgabe, die Projektergebnisse vor der Leitungsrunde vorzustellen. Ziel des MSU-Programms ist es, dem Trainee ein umfassendes Bild der Bereiche "Globale Logistik" und "Globaler Einkauf" zu geben. Sie sollen jedoch nicht nur "konsumieren" und sich Wissen aneignen, sondern auch Mehrwert in Form von Projektergebnissen liefern.
Nach dem Programm soll der Trainee fähig sein, in einer der Logistik- oder Einkaufsabteilungen eine Führungsfunktion zu übernehmen. Das kann in Form einer Projekt- oder Gruppenleiterstelle erfolgen.
Warum haben Sie sich für das Trainee-Programm entschieden?
Ich habe mich für das Trainee-Programm entschieden weil…
… ich in einem großen, internationalen Unternehmen arbeiten wollte.
… ich für ein Unternehmen arbeiten wollte, das Produkte für die Gesundheit herstellt, die Menschen mehr Lebensqualität bringen.
… ich schnell Führungsverantwortung übernehmen will.
… mir die Unternehmenskultur und die Werte eines Unternehmens wichtig sind.
… ich eigenverantwortlich, abwechslungsreiche Projekte bearbeiten wollte.
… ich während eines "Leadership-Workshops" das Unternehmen besser kennengelernt habe und mich wohl gefühlt habe.
… ich im Süden von Deutschland bleiben wollte und die Rhein-Neckar-Region eine hohe Lebensqualität aufweist.
Werden Sie von einem Mentor während Ihres Programms betreut?
Mein Mentor ist Bereichsleiter im globalen Einkauf. Er begleitet meine persönliche Entwicklung während der zwei Jahre, gibt mir Feedback, nennt mir Ansprechpartner und steht jederzeit für Fragen zur Verfügung. Während die Auftraggebeber der einzelnen Projekte immer wechseln, so stellt mein Mentor eine beständige Komponente dar.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Programm am besten?
Insbesondere die Abwechlung und die hohe Eigenverantwortung sehe ich als große Stärken des Programms. Innerhalb kürzester Zeit arbeite ich mich in ein neues Thema ein, führe Analysen durch und erarbeite umsetzbare Verbesserungsvorschläge. Langeweile kommt auf diese Weise nie auf.
Außerdem habe ich die Möglichkeit in andere Unternehmensbereiche reinzuschnuppern - beispielsweise durch eine Hospitation im Außendienst oder ein bereichsübergreifendes Projekt.
Die zahlreichen Seminare, die für alle Trainees der verschiedenen Standorte angeboten werden, tragen zu einer standortübergreifenden Vernetzung bei.
Letztendlich führt auch die persönliche Komponente dazu, dass ich mich hier wohl fühle. Ich wurde sofort in die Traineegemeinschaft aufgenommen, was den Start in einer neuen Stadt erheblich erleichtert hat. Nicht nur die aktuellen Trainees, sondern auch die Alumni haben einen starken Zusammenhalt. Wir gehen öfters zusammen zum Mittagessen, auf den Weihnachtsmarkt oder machen sogar Urlaub zusammen. Auf diese Weise findet man nicht nur neue Freunde, sondern lernt gleichzeitig auch die Unternehmensbereiche der anderen Trainees kennen.
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